Mittwoch, 17. Juli 2013

"Moderne" Drogendealer stellen ein besonderes Problem dar

Bangkok - Drogenbanden expandieren und nutzen immer mehr die technischen Vorteile der Neuzeit, so dass es für die thailändischen Behörden schwierig ist, das weit verbreitete Drogenproblem in den Griff zu bekommen, teilte das Amt des Narcotics Control Board (ONCB) am Montag mit.
Das Verhalten dieser Drogen-Syndikate ist im Wandel und ihre Planungen werden zunehmend aufwendiger, erklärte das Amt in einer Pressemitteilung. Ihre Aktivitäten greifen jetzt schon in Verbrechen über, wie Geldwäsche und Menschenhandel.
Jugendliche Drogenbanden nutzen dagegen moderne Kommunikationsmittel, wie soziale Netzwerke (z. B. Facebook oder Twitter), um ihre Ware an Konsumenten zu verkaufen. Die Medien machen es für Banden zudem einfacher, neue Mitglieder zu gewinnen und es ermöglicht ihnen, effizienter zu arbeiten. Das Amt erwähnte auch, dass es einen wachsenden Trend gebe, dass Drogenkonsumenten zum Dealen wechseln.
 Schüler der Wat Chong Lom Schule in Bangkoks Distrikt Yannawa stehen vor einem Anti-Drogen-Banner

Die Polizei beschlagnahmte in dem Zeitraum vom 1. Oktober 2012 bis zum 10. Juli 2013 mehr als 91 Millionen Methamphetamin-Pillen (Yaba). Das ist eine Zunahme von fast 60% gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Bei der Droge Crystal Meth (Ya-Ice) wurden in diesen zehn Monaten 1,44 Tonnen sichergestellt. Eine Steigerung von 22% zum Jahr davor wurde hier registriert. Das Amt fügte hinzu, dass die Menge der beschlagnahmten Drogen anstieg, trotz weniger Drogentoten und Drogendelikten. Basierend auf den Statistiken sind Yaba-Pillen sowie Ya-Ice die populärsten Drogen in Thailand.
Das Amt hat außerdem darauf hingewiesen, dass die meisten Drogen über die Landesgrenzen im Norden und Nordosten nach Thailand geschmuggelt werden. Produktionsstätten in Thailand sind eher selten und werden in kleinem Maßstab betrieben.

Text u. Bild: Wochen Blitz....

Dienstag, 16. Juli 2013

Der Reis ist sicher


Bangkok - Premierministerin Yingluck sieht die Glaubwürdigkeit Thailands gefährdet, wenn Medien über angeblich kontaminierten Reis berichten, der abgepackt in Supermärkten verkauft wird.
Ausschlaggebend war der Fernsehproduzent Sutthiphong Thammawuthi, der auf seiner Facebook-Seite behauptete, thailändischer Reis sei mit Chemikalien kontaminiert. TV und Printmedien berichteten über das Thema und spekulierten, dass Reis, der in Lagerhäusern vor sich hingammelt und von Insekten befallen ist, mit Chemikalien spezial behandelt wird, um diese abzutöten.
Fotos, die vergammelten Reis in Lagerhäusern zeigen, sind für Premierminister Yingluck ein Ärgernis

Sutthipong entschuldigte sich am 15. Juli beim Wirtschaftsministerium für seine Behauptung und versprach, so etwas nicht wieder zu tun. Vielmehr wolle er zukünftig thailändischen Reis mit Hilfe der von ihm produzierten Fernsehsendungen promoten.
Premierministerin Yingluck sei über derartige unbestätigte Berichte besorgt, denn dies könne zu einer Panik und einem Vertrauensverlust führen, erklärte sie. Zwar könne es hin und wieder ein Problem geben, aber keinesfalls sei davon die gesamte Agrarindustrie betroffen.
Sie rief die Medien dazu auf, fair zu berichten, damit nicht noch weiterer Schaden angerichtet wird. Yingluck wies darauf hin, dass es juristische Konsequenzen nach sich ziehe, wenn jemand Gerüchte über kontaminierten Reis in Umlauf setze bzw. diese kolportiere.
Abschließend drängte sie darauf, die Hersteller von Reis, der nicht den Qualitätsmaßstäben entspricht, zu verhaften.

Text u. Bild: Wochen Blitz....

Montag, 15. Juli 2013

Strenge Regeln für Mecca Pilger

Bangkok - Die saudi-arabische Botschaft in Bangkok hat den thailändischen Behörden mittgeteilt, dass die Beantragung von Hajj Visa nur durch amtliche Vertreter akzeptiert werden.
Die Abteilung für religiöse Angelegenheiten wurde gebeten, die Liste der ernannten Vertreter der saudi-arabischen Botschaft zu übergeben, sagte Herr Preecha Cuntheeya, Generaldirektor der Abteilung für religiöse Angelegenheiten.
Für das Jahr 2013 wird das Annehmen von Hajj Visaanträgen ab dem 12.August sein. Die Botschaft hat das Kontingent von 500 auf 700 Personen pro Tag erhöht.
Herr Preecha sagte der Botschaft, dass das Amt des Chularatchamontri und die Abteilung für religiöse Angelegenheiten vier bis sechs Beamte für einen Monat zur Verfügung stellen werden. Es wird erwartet, dass rund 13.000 Thai Pilger vom 5. September  bis 20. November 2013 nach Mekka  reisen werden. Rund 80% von ihnen sind aus fünf südlichen Provinzen.
Das Gesundheitsministerium plant, drei medizinische Teams nach Mekka zu senden, um für die Gesundheit der thailändischen Pilger 24 Stunden am Tag bereit zu stehen. Das Ministerium wird auch nach der Rückkehr der Pilger eine medizinische Versorgung  für 15 Tage bereitstellen.

Text u. Bild: Wochen Blitz....

"Weißmasken" demonstrieren in Bangkok und anderen Provinzen

Farang-Teilnehmer der V for Thailand   
Bangkok - Trotz widersprüchlicher Ankündigungen marschierten am Sonntag gegen Nachmittag etwa 800 Demonstranten der V for Thailand Bewegung zur King Rama 6 Statue vor dem Lumpini Park, um den zweiten Jahrestag der Regierung Yingluck als Tiefpunkt der thailändischen Politik zu markieren.
Die Teilnehmer versammelten sich ab 14:00 Uhr am Central World Einkaufszentrum und zogen später Richtung Lumpini Park, wo die Protestaktion gegen etwa 17:00 Uhr begann.
Neben Bangkok fanden auch "Weißmasken" Kundgebungen in Ubon Ratchathani, Phitsanulok, Nong Khai, Krabi, Nakhon Si Thammarat, Surat Thani, Ayutthaya, Nonthaburi, Nakhon Ratchasima, Chon Buri, Rayong, Trat und Chanthaburi statt.
Am 04. Juli hatte die Gruppe auf Facebook gepostet, dass alle Anti-Regierungs-Aktivitäten in Bangkok vorerst eingestellt würden, da man eine Zwischenbilanz ziehen wolle und die Position der Bewegung überdenken müsse.

Text u. Bild: Wochen Blitz...

Sonntag, 14. Juli 2013

Luftverschmutzung in Bangkok: Die 5 belastetsten Straßen

Bangkok - Anfang Mai veröffentlichte das renommierte NIDA Institut das Ergebnis einer Studie, nach der Bangkok im direkten Vergleich zu anderen Metropolen Asiens in Sachen Luftverschmutzung, gemessen an der Höhe von krebserregenden aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAKs), auf Platz 13 rangiert.
Mit
anderen Worten: In nur 12 asiatischen Großstädten sieht es noch schlimmer aus (WOCHENBLITZ berichtete: http://tinyurl.com/p6w3oh5).
Nun hat das Department of Pollution Control (PCD) nachgelegt und bekanntgegeben, welche Straßen der Hauptstadt die höchste Belastung durch Feinstaub (PM10) aufweisen. Die Messungen wurden in über 50 Straßenzügen der Innenstadt zwischen November 2012 und Februar 2013 vorgenommen. Nach monatelanger Auswertung kam heraus, dass die Werte an unterschiedlichen Testzonen von 5 Straßen deutlich über den Werten der restlichen untersuchten Straßen liegen und mit Werten von bis zu 344 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter den als kritische Grenze geltenden Wert von 120 Mikrogramm fast um das Dreifache übersteigen.
Die mit Abstand höchste Belastung wurde auf der Ratchadapisek Road gemessen, gefolgt von der Romklao Road, der Rama III Road, der Phahonyothin Road und der Charoen Krung Road.
Nach Angaben des Department of Pollution Control, sollten Personen mit Asthma oder Atemwegserkrankungen die Gebiete besser meiden. Außerdem bestehe ein erhöhtes Risiko von Herz- und Lungenerkrankungen.

Text u. Bild: Wochen Blitz...

Tödlich verlaufende Krankheit bei Garnelen lässt Preise in die Höhe steigen

Bangkok - Asien kämpft mit einer neuen Krankheit, die den Export von Garnelen in Thailand um fasst 40% senkte und bei den westlichen Restaurants und Einzelhändlern die Preise in die Höhe schießen lässt.
Die Krankheit erschien in Thailand, dem weltweit größten Exporteur von Garnelen, Ende des letzten Jahres, nachdem diese die Bestände in China und Vietnam im Jahr 2009 fast vernichtete. Mit dem Einbruch der Produktion ist der Garnelen-Preis in den USA laut Thailands führenden Exporteuren in den letzten Monaten um 20% angestiegen.
Lebensmittelgeschäfte und Restaurant-Ketten in den USA hoffen, dass der Mangel an Garnelen nur von kurzer Dauer sein wird. Obwohl sie gezwungen sind, die Preise zu erhöhen, um keine Verluste zu machen.
Landry Inc., Inhaber von Meeresfrüchten-Unternehmen, einschließlich Bubba Gump Shrimp Co. und McCormick & Schmick, importiert Garnelen aus anderen Ländern und erwägt jetzt, die Speisekarte zu ändern. Geschäftsführer Rick Liem sagte, "dass wir so die Möglichkeit haben, die Preise wahlweise zu ändern".
Die Vereinten Nationen teilten mit, dass die bakterielle Infektion, das sogenannte Sterbe-Syndrom, oder kurz EMS, keine signifikante Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellt. Allerdings ist die Krankheit für Garnelen tödlich. Bei vielen Ausbrüchen können alle betroffenen Krebstiere sterben, bevor sie ausgewachsen sind.
Als EMS die ostasiatische Garnelen-Produktion traf, haben Konkurrenten aus Indien und Ecuador versucht, die Lücke zu schließen. Allerdings lässt deren Leistung gegenüber Thailand zu wünschen übrig. Forscher der Mahidol Universität in Thailand warnen jedoch davor, dass EMS überall auf der Welt auftreten kann, da das Bakterium in den natürlichen Ozeanen lebt.
In Thailand rechnet Panisuan Jamnarnwej, Ehrenpräsident der Thai Frozen Foods Association, dass EMS die jährliche Produktion um die Hälfte auf 300.000 Tonnen senken wird. Dieser Mangel hat einen großen Einfluss auf einige der größten Unternehmen.
Nach einem Bericht der Global Aquakultural Alliance, eine Handels-Gruppe in St. Louis, würde das Bakterium der asiatischen Garnelen-Industrie mehrere Milliarden US-Dollar kosten.
Die Krankheit zu bekämpfen hat sich als sehr schwierig erwiesen. Führungskräfte von CP Foods und Beamte des thailändischen Ministeriums für Fischerei haben Garnelen-Farmen entlang der Küste östlich von Bangkok am Golf von Thailand gründlich inspiziert. Sie einigten sich darauf, dass Fischer sich bezüglich der Hygiene verbessern müssen und die Zucht auf Garnelen umstellen, die sich gegen das EMS verteidigen können.
Es bleibt allerdings unklar, wie das tödliche Syndrom entstand. Wissenschaftler an der Universität in Arizona haben vor Kurzem einen einzigartigen Stamm von einem relativ häufig vorkommenden Bakterium in Küstengewässern gefunden, wo Garnelen in Farmen gedeihen. Forscher haben nach dieser Erkenntnis eine 30-tägige Quarantänezucht für Garnelenlarven eingeführt, um die Krankheit einzudämmen und sicherzustellen, dass die Tiere überleben. Die Entwicklung wird jetzt beobachtet, um zu sehen, ob sie die ersten drei Monate überleben. Erst dann sind sie fähig sich zu vermehren.
Insider der Garnelenbranche sind zuversichtlich, dass die Produktion sich rasch normalisiert, da das Problem nun erkannt wurde.
Bei einem Treffen mit Analysten im Mai erklärten sie, dass Unternehmen wahrscheinlich im dritten Quartal dieses Jahres wieder in der Lage wären, ihre Exportware im vollen Umfang anzubieten.

Armeechef weiß von nichts

Premierministerin Yingluck mit Generälen
Bangkok - Die neuen Kabinettsmitglieder sind gerade einmal zwei Wochen im Amt, schon wieder gibt es Ärger.
Die Politik ist in heller Aufregung wegen eines veröffentlichten Telefonmitschnitts, auf dem zu hören ist, wie der ehemalige Premierminister Thaksin angeblich mit Vize-Verteidigungsminister Yuthasak Sasiprapa berät, wie Thaksin eine möglichst schnelle Rückkehr nach Thailand ermöglicht werden kann.
Am 11. Juli meldete sich Armeechef Prayuth Chan-ocha zu Wort und sagte, er wisse von nichts. Keinesfalls sei er einen Deal eingegangen bzw. habe einem solchen zugestimmt, damit Thaksin heimkehren könne. Dies sei auch gar nicht seine Aufgabe.
„Wie kann ich eine derartige Abmachung treffen? Fragen Sie die Leute, die darüber geredet haben. Ich habe nicht darüber gesprochen.“
In dem Telefonmitschnitt wird auch darüber geredet, wie Thaksin das Militär auf seine Seite ziehen könnte, damit von dort aus keine Gefahr droht. Demnach würden die Topgeneräle des Landes den Schlüssel für eine entsprechende Amnestie in Händen halten. Nachhelfen könnte man, indem Generäle und ranghohe Offiziere befördert werden, die auf Thaksins Seite stehen.

Prayuth bat ferner darum, endlich damit aufzuhören, das Militär in jedes Problem hineinzuziehen, welches das Land hat. Einen Militärputsch schloss Prayuth aus, auch wenn es Leute gebe, die wollen, dass „das Militär herauskommt und die Sache übernimmt. Denken diese Leute an die Konsequenzen? Wenn es wieder einen Putsch gibt, dann wird es mit Sicherheit zu Gewalttätigkeiten kommen.“
Prayuth weiß auch, dass ein Militärputsch sinnlos ist, weil es nach einem solchen Putsch Wahlen geben würde. Und dann wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein Thaksin nahe stehender Vertrauter oder eines seiner Familienmitglieder als Premierminister gewählt werden. Dann wäre der Putsch völlig umsonst gewesen.
Thaksins Sohn Panthongtae gab zwischenzeitlich bekannt, dass sein Vater Thaksin tatsächlich eine der Personen ist, die auf dem Clip zu hören sind. General Yuthasak bestritt allerdings, die andere Person zu sein.
Premierministerin Yingluck, die gleichzeitig Verteidigungsministerin ist, bestätigte am 11. Juli, dass sie an der Person General Yuthasak festhalten wird, auch wenn er wegen des Audioclips erheblich unter Druck geraten ist. Sie beriet sich mit den Chefs der drei Waffengattungen, man kam überein, Yuthasak eine Chance als Vize-Verteidigungsminister zu geben, wie Yingluck erklärte.
In der Regierung ist man über den Clip geteilter Meinung. Vize-Premierminister Pracha Promnok wollte keine Stellungnahme abgeben. Arbeitsminister Chalerm Yubamrung behauptete, der Clip sei manipuliert, um falsche Informationen zu streuen.
Anderer Meinung ist Worachai Hema, Abgeordneter der Regierungspartei Phuea Thai Party. Er forderte Yuthasak zum Rücktritt auf. Nicht wegen Yuthasaks Ausführungen, die zu hören sind, sondern weil es Yuthasak gewesen sein soll, der den Audioclip mitschnitt. Das jedenfalls glaubt Worachai, der vermutet, dass Yuthasak den Clip womöglich benutzen wollte, um mit Thaksin zu verhandeln, um nicht zu sagen, ihn zu erpressen. Es sei daher ebenfalls möglich, dass Yuthasak ein Maulwurf innerhalb der Regierung sei. Wenn Yuthasak nicht zurücktrete, werde er, Worachai, sich diesbezüglich an die Premierministerin wenden.
Thaksin selbst hat sich über den Clip nicht geäußert. Er ließ ausrichten, er habe keine Zeit gehabt, sich die Aufnahme anzuhören und könne daher nicht sagen, ob er selbst bzw. Yuthasak auf der Aufnahme zu hören sind.

Text u. Bild: Wochen Blitz...