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Dienstag, 29. Oktober 2013

„Anti-Impotenz“-Kaffee beschlagnahmt

Bangkok - Behörden beschlagnahmten am 28. Oktober im Bangkoker Bezirk Kannayao über 60.000 Pakete Kaffee, in dem sich der Wirkstoff Sildenafil befinden soll.

Die Razzia der Bangkoker Polizei zusammen mit Beamten der Lebensmittel- und Medikamentenaufsichtsbehörde fand in einem dreistöckigen Gebäude an der Ram Intra Road statt. Nach Beschwerden wurden 66.264 Pakete Kaffee in 137 Kisten sichergestellt. Der Wert der Ware wird auf 3 Mio. Baht geschätzt. In dem Kaffee soll sich der Wirkstoff Sildenafil, der Viagra-Wirkstoff, befinden. Die beschlagnahmte Ware soll entsprechend untersucht werden.
Verkauft wurde der Kaffee seit Februar letzten Jahres. Ein Miteigentümer der Herstellerfirma sagte, er habe nicht gewusst, dass es sich um „Viagra-Kaffee“ gehandelt habe. Hergestellt wurde dieser in Chumphon.

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Freitag, 27. September 2013

74-Jährige zu drei Jahren Haft verurteilt

Bangkok - Das Berufungsgericht reduzierte am Donnerstag die Gefängnisstrafe einer 74 Jahre alten Thailänderin um vier Monate auf drei Jahre. In diesem Fall aus dem Jahr 2011 hatte der Strafgerichtshof Frau Thongdee Jaemsri für den Tod eines 20-jährigen Studenten schuldig gesprochen und zu drei Jahren und vier Monaten verurteilt.

Frau Thongdee hatte den Zaun um ihr Haus im Bangkoker Distrikt Lat Phrao unter Strom gesetzt, um Hausfriedensbrüche zu verhindern. Der Student hatte versucht, auf ihr Grundstück zu gelangen und blieb im Drahtzaun hängen. Er starb an einem Stromschlag.
Die Polizei fand heraus, dass die ältere Hausbesitzerin dies anscheinend nicht ohne Grund machte. Sie hatte auf ihrem Grundstück Kratom angebaut und wollte es verkaufen. Insgesamt wurden 41 Kilogramm sichergestellt.
Der Anbau und Verkauf von Kratom, einer in Thailand heimischen Pflanze, ist verboten. Es gilt unter dem Betäubungsmittel-Gesetz als milde Droge neben Marihuana. Das Berufungsgericht begründete die Haftreduzierung damit, dass der Student versucht habe, widerrechtlich auf das Grundstück der Frau zu gelangen.

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Freitag, 13. September 2013

Schüler können sich Alkohol zu einfach beschaffen

Bangkok - Dass alkoholische Getränke in der Nähe von Universitäten verkauft werden ist ein weit verbreitetes Problem, mit 340 Einzelhändlern innerhalb eines 300-Meter-Radius von 12 Hochschulen in Bangkok, wie eine Umfrage des Anti-Alkohol-Jugend-Netzwerkes am Donnerstag aufdeckte.

Über ein Drittel, oder 105 von 340 Läden, in denen Alkohol gefunden wurde, befinden sich in Wohnhäusern, die somit gegen das Gesetz verstoßen. Es gab einen Durchschnitt von 28 Alkohol-Verkaufsstellen pro Universität, sagte Theerapat Kahawong, der Koordinator des Netzwerkes.
Die Institute sind Ramkhamhaeng Universität, Kasetsart Universität, die Universität der thailändischen Handelskammer, King Mongkut's Institut für Technologie Ladkrabang, Suan Sunandha Rajabhat Universität, Srinakharinwirot Universität, Bangkok Technische Hochschule, Dhurakij Pundit Universität, Siam Universität, Chandrakasem Rajabhat Universität, Ban Somdej Chao Phraya Rajabhat Universität und Ratchaphruek Hochschule.


Herr Theerapat Kahawong erklärte, dass das Gesundheitsministerium vor Jahren eine Gesetzesänderung befürwortet hatte, um den Verkauf von Alkohol innerhalb eines Umkreises von 500 Metern von Bildungseinrichtungen und Tempeln zu verbieten. Aber die Gesetzgebung wurde vom National Alcohol Policy Committee noch nicht genehmigt.
Er sprach das ungelöste Problem des Spirituosen-Verkaufs bei einer Veranstaltung an, die von Anti-Alkohol-Gruppen und der Thai Health Promotion Foundation organisiert wurde. Etwa 60 Schüler aus verschiedenen Universitäten nahmen an der Diskussion teil.
Herr Theerapat forderte die Regierung auf, den Prozess der Gesetzesänderung zu beschleunigen, um die Rate der neuen Trinker unter Jugendlichen einzudämmen und die schädlichen Wirkungen von Alkoholkonsum zu stoppen.
In einer Meinungsumfrage, an der 1.608 Schüler zu diesem Thema befragt wurden, waren sich fast 75% einig, dass Alkohol-Verkaufsstellen in der Nähe von Schulen junge Menschen zum Konsumieren ermutigen würden.
Die drei Hauptprobleme für junge Leute, so die Umfrage, kämen aus den betriebenen Bars nahe den Schulen. Fast 40% sind der Auffassung, dass die Gewaltbereitschaft erhöht würde und 20% sagten, dass sie nachteilige Auswirkungen auf die schulischen Leistungen hätten. 12 Prozent der Befragten fühlen sich von der lauten Musik gestört.

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Freitag, 6. September 2013

Thailand im Visier von lateinamerikanischen Drogenkartellen

Bangkok - Ein US-Beamter erklärte am Mittwoch, dass lateinamerikanische Drogenkartelle zunehmend größere Mengen von Kokain und Methamphetaminen in wohlhabende Länder Ostasiens schmuggeln.
In folge der sinkenden Nachfrage in den USA sind die kriminellen Banden auf der Suche nach neuen Märkten, sagte William Brownfield, US-Staatssekretär der International Narcotics and Law Enforcement Affairs, auf einer Pressekonferenz in Manila.

Nachdem die Vereinigten Staaten den Drogenschmuggel aus Südamerika erfolgreich unterbrechen konnten, suchen diese Organisationen neue Abnehmer. Einige davon in Ostasien.
Herr Brownfield hatte seine zehntägige Asien-Tour am Mittwoch in Manila begonnen, um den Kampf gegen Drogen, Korruption und Menschenrechtsverletzungen zu fördern. Er flog noch am Abend nach Myanmar und soll heute in Thailand erwartet werden.
Der Konsum von Kokain in den USA ist in den vergangenen sechs Jahren um 40% gesunken. Zur gleichen Zeit sei der Gebrauch in Europa und Ostasien gestiegen. Methamphetamine werden auch von asiatischen Banden hergestellt, vor allem in Myanmar. Kokablätter hingegen, der Rohstoff für Kokain, werden ausschließlich in Bolivien, Peru und Kolumbien angebaut, sagte er.
Die USA versucht nun verstärkt mit den Behörden in den Philippinen zusammenzuarbeiten, dem Umschlags-Platz für Drogen und Handel mit südamerikanischen Kartellen, die in Ostasien verteilt werden sollen. Ermittler der philippinischen Drug Enforcement Agency haben nach der Verhaftung einer chinesischen Bande, die angeblich Methamphetaminhydrochlorid herstellte, eine Verbindung nach Mexiko hergestellt. Dies war im Januar des vergangenen Jahres. Es ist daher anzunehmen, dass Drogenkartelle aus Südamerika nicht nur Kokain auf den Markt bringen, sondern auch Methamphetamin.

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Freitag, 30. August 2013

Kratom könnte legalisiert werden

Dr. Anek Yomchinda
  Bangkok - Das Justizminister drängt auf eine Legalisierung der Kräuter-Pflanze unter Berufung auf seine medizinischen Eigenschaften. Das Kontrollamt für Betäubungsmittel (ONCB) reagierte positiv auf die geplante Legalisierung von Kratom (Mitragyna speciosa), die in Thailand als milde Droge eingestuft wird und deshalb auf der Rauschgift-Liste steht.

Die ONCB wird in der kommenden Woche mit Vertretern der Arzneimittelbehörde, dem Gesundheitsministerium und nationaler Polizeibehörden darüber diskutieren, ob Kratom von der Liste gestrichen werden kann.

Thailand ist das einzige Land, welches Kratom als Narkotikum beschreibt. ONCB-Generalsekretär Pongsapat Pongcharoen wird dazu die Meinung aller Beteiligten anhören.
Justizminister Chaikasem Nitisiri, der auf die Legalisierung drängt, wuchs im Bangkoker Distrikt Thon Buri auf, wo Kratom angebaut und verwendet worden ist. Er selber hat noch nie jemanden erlebt, der von dem Gebrauch zu einem Drogensüchtigen geworden ist.
Tatsächlich ist Kratom in der Vergangenheit als traditionelle Medizin eingesetzt worden. Herr Chaikasem wolle auf keinen Fall die Verwendung von Kartom fördern, aber er glaubt, dass es Menschen vom Konsum schädlicher Drogen wie Methamphetaminen oder Crystal Meth ablenken könnte. Koffein in Kaffee und Energy-Drinks ist süchtig machender als Kratom, sagte er.
Dr. Anek Yomchinda, Chef des Zentralinstituts für Kriminaltechnik, räumte ein, dass Studien belegen, dass Kratom sehr wohl heilende Eigenschaften besitzt. In Neuseeland ist die Pflanze eine Komponente bei der Herstellung von Schmerzmitteln und Antibiotika, sagte er.
Ein vom Senat eingerichteter Ausschuss wurde damit beauftragt die Vor- und Nachteile von Kratomgebrauch festzustellen. Die Pflanze enthält laut ihrem Studium Mitragynin, dass eine Schmerzstillende Wirkung besitzt. Der Effekt ist aber zehnmal schwächer als bei Morphin und hat keine nachteiligen Nebenwirkungen auf die Atemwege noch führe es zu Übelkeit, erklärte der Ausschuss. Es gibt auch keinerlei Aufzeichnungen, dass der Konsum von Kratom zu Straftaten führen würde.
Die Studie legte nahe, dass die einschlägigen Behörden 1943 entschieden Kratom auf die Betäubungs-Liste zu setzen, weil der Staat keine steuerliche Abgabe auf die Pflanze setzen konnte, wie sie es beim Verbrauch von Opium tat.
Der Ausschuss wies auch daraufhin, dass, wenn Kratom legalisiert werden würde, könnte es wirtschaftliche Vorteile für Thailand mit sich bringen, da es sich um eine einheimische Pflanze handelt. Es kann in der Produktion von Arzneimitteln im Ausland verwendet werden und kann den Import von Morphin nach Thailand reduzieren.
Eine Studie zeigte ferner, dass die Provinz Satun die höchste Anzahl von Kratom-Bäumen hat. Es ist außerdem weit verbreitet, dass Lkw-Fahrer und Arbeiter Kratomblätter konsumieren, um ihre Aufmerksamkeit zu schärfen. Darüber hinaus ist Kratom billiger als Kaffee oder Energy-Drinks.

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Mittwoch, 17. Juli 2013

"Moderne" Drogendealer stellen ein besonderes Problem dar

Bangkok - Drogenbanden expandieren und nutzen immer mehr die technischen Vorteile der Neuzeit, so dass es für die thailändischen Behörden schwierig ist, das weit verbreitete Drogenproblem in den Griff zu bekommen, teilte das Amt des Narcotics Control Board (ONCB) am Montag mit.
Das Verhalten dieser Drogen-Syndikate ist im Wandel und ihre Planungen werden zunehmend aufwendiger, erklärte das Amt in einer Pressemitteilung. Ihre Aktivitäten greifen jetzt schon in Verbrechen über, wie Geldwäsche und Menschenhandel.
Jugendliche Drogenbanden nutzen dagegen moderne Kommunikationsmittel, wie soziale Netzwerke (z. B. Facebook oder Twitter), um ihre Ware an Konsumenten zu verkaufen. Die Medien machen es für Banden zudem einfacher, neue Mitglieder zu gewinnen und es ermöglicht ihnen, effizienter zu arbeiten. Das Amt erwähnte auch, dass es einen wachsenden Trend gebe, dass Drogenkonsumenten zum Dealen wechseln.
 Schüler der Wat Chong Lom Schule in Bangkoks Distrikt Yannawa stehen vor einem Anti-Drogen-Banner

Die Polizei beschlagnahmte in dem Zeitraum vom 1. Oktober 2012 bis zum 10. Juli 2013 mehr als 91 Millionen Methamphetamin-Pillen (Yaba). Das ist eine Zunahme von fast 60% gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Bei der Droge Crystal Meth (Ya-Ice) wurden in diesen zehn Monaten 1,44 Tonnen sichergestellt. Eine Steigerung von 22% zum Jahr davor wurde hier registriert. Das Amt fügte hinzu, dass die Menge der beschlagnahmten Drogen anstieg, trotz weniger Drogentoten und Drogendelikten. Basierend auf den Statistiken sind Yaba-Pillen sowie Ya-Ice die populärsten Drogen in Thailand.
Das Amt hat außerdem darauf hingewiesen, dass die meisten Drogen über die Landesgrenzen im Norden und Nordosten nach Thailand geschmuggelt werden. Produktionsstätten in Thailand sind eher selten und werden in kleinem Maßstab betrieben.

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